Panoramablick über Wilkau-Haßlau und der Schriftzug Wilkau-Haßlau - das Tor zum Erzgebirge
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Hochwasserschutzmauer eingeweiht
 
Der Sächs. Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer im Gespräch mit Vertretern der Stadt

Am 27. August 2014 wurde in unserer Stadt die Hochwasserschutzmauer feierlich übergeben. Neben dem Bürgermeister und anderen Vertretern der Stadt waren aus diesem Anlass der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer, die Abgeordnete im Sächsischen Landtag Kerstin Nicolaus, der Landrat Christoph Scheurer, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Dr. Hans-Ulrich Sieber, Leiter des Betriebs Zwickauer Mulde /Obere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Gerd Zobel, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wilkau-Haßlau sowie Vertreter der an der Planung und am Bau beteiligten Firmen anwesend.

Durch die neue Hochwasserschutzanlage ist Wilkau-Haßlau bis zu einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt. Die Anlage ist über zwei Kilometer lang und erstreckt sich vom Ortsteil Silberstraße bis etwa 170 Meter unterhalb der Muldenbrücke. Insgesamt kostete die Maßnahme reichlich fünf Millionen Euro. Das Projekt wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Beim August-Hochwasser 2002 wurden Wilkau-Haßlau und die Bundesstraße B 93 durch die Zwickauer Mulde und ihre Nebengewässer großflächig überflutet. Durch die Heftigkeit des Ereignisses und die geringe Vorwarnung konnte trotz der eingeleiteten Schutzmaßnahmen das Hochwasser nicht beherrscht werden. So kam es zu großen Schäden in Wilkau-Haßlau.

Nach dem Hochwasser wurden für alle Gewässer 1. Ordnung im Freistaat Sachsen Hochwasserschutzkonzepte aufgestellt – so auch für die Zwickauer Mulde. Diese enthält auch Vorschläge für Hochwasserschutzmaßnahmen in Wilkau-Haßlau. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Schutz der besiedelten Flächen und der B 93. Die Bundesstraße hat eine große infrastrukturelle Bedeutung für die Region unter anderem auch als Rettungsweg. Deshalb musste sichergestellt werden, dass sie auch bei Hochwasser befahrbar bleibt.

Da das Schadpotential in Wilkau-Haßlau sehr hoch ist, wurde den Hochwasserschutzmaßnahmen eine hohe Priorität eingeräumt. Die Planungen begannen bereits im Jahr 2003. Nach zahlreichen Vor- und Variantenuntersuchungen und einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurden 2008 die Unterlagen zur Genehmigung eingereicht.2010 erging der Planfeststellungsbeschluss. Damit bestand Baurecht und die Arbeiten konnten ausgeschrieben werden. Die Bauarbeiten begannen 2011 und konnten 2014 abgeschlossen werden.

Die Mauer
Die neue Hochwasserschutzlinie in Wilkau-Haßlau wurde in zwei Bauabschnitten errichtet. Der erste Bauabschnitt (Los 2) beginnt an der Muldenbrücke und verläuft etwa 170 Meter flussabwärts. Hier erfolgten die Arbeiten zwischen 2011 und 2012. Dieser Teil der Hochwasserschutzmauer hatte bereits zum Juni-Hochwasser 2013 eine erste Bewährungsprobe bestanden.
Der zweite Abschnitt (Los 1) erstreckt sich zwischen dem Ortsteil Silberstraße und der Muldenbrücke in Wilkau-Haßlau und wurde von 2012 bis 2014 gebaut. Eine Bürgerinitiative von Wilkau-Haßlau, die gegen den Bau der Hochwasserschutzmauer gestimmt hat, hatte die Fertigstellung der Baumaßnahme in diesem Bereich verzögert.

Kameraden der FFw proben den Ernstfall
Die Hochwasserschutzmauer hat an mehreren Stellen drei Meter breite Durchfahrten. Sie sichern den Zugang zu privaten Grundstücken und sind Zufahrten zur Gewässerunterhaltung. Bei Hochwasser werden diese Durchfahrten mit Dammbalken verschlossen, die vor Ort gelagert werden. Zusätzlich wurden in die Mauer vereinzelt kleinere Mauerscharten gebaut, um zu den dahinter liegenden Grundstücken zu gelangen. Dieser erhielten Hochwasserschutztüren, die im Notfall verschlossen werden können.

Auf der Binnenseite der Hochwasserschutzmauer wurde ein Entwässerungsgerinne ausgelegt. Es verläuft parallel zur Mauer und führt das Wasser zu zentral angeordneten Mauerdurchlässen in die Zwickauer Mulde. Die Mauerdurchlässe haben eine Rückstausicherung, die sich bei Hochwasser automatisch schließt. In Abständen von etwa 100 Metern entlang der Mauer wurden Sammelschächte gebaut. Dieser werden, wenn nötig, bei Hochwasser geöffnet und das anfallende Wasser mit mobilen Pumpen über die Mauer transportiert.
(Auszug aus Flyer „Hochwasserschutz für Wilkau-Haßlau“ herausgegeben von der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen)
Technische Daten
  
GewässerZwickauer Mulde
LageGemeinde Wilkau-Haßlau, Landkreis Zwickau
HOCHWASSERSCHUTZMAUER 
Gesamtlänge2 321 m
davon Los 12 151 m
davon Los 2170 m
Hochwasserschutzmauer aus Winkelstützelementen780 m
Hochwasserschutzmauer auf Bohrpfahlgründung1 360 m
Hochwasserschutzmauer aus Mauervorblendung62 m
Bohrpfähle
Durchmesser
maximale Tiefe
326 Stück
88 cm
6,50 m
MOBILE HOCHWASSERSCHUTZSYSTEME 
Durchfahrten (Breite 3,00 m)13 Dammbalkenverschlüsse
Durchgänge (Breite 1,20 m)6 Hochwasserschutztüren
 

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